Seemannsheim

Krayenkamp 5, Hamburg

Einmal Hans Albers sein... im Seemannshotel mitten im Herzen von Hamburg neben dem Hamburger "Michel", unserer Hauptkirche

Ein Hotel der Deutschen Seemannsmission in Hamburg

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Eingng zum Seemannsheim

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seit 28.11.2003

Seemannsheim

Krayenkamp 5, 20459 Hamburg

Telefon.: 040-37096-0, Fax: 040-37096-100

Einmal Hans Albers sein... im Seemannshotel mitten im Herzen von Hamburg neben dem Hamburger "Michel", unserer Hauptkirche

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Das Haus

Das Seemannsheim ist das Hamburger Zuhause für Seeleute aus 60 Nationen.

Hier finden Sie eine "Kajüte", gute Gemeinschaft, Essen "wie bei Muttern", eine Pantry, in der die landeseigene Kost selbst hergestellt weden kann, eine Bar mit Billardtisch und nicht zulezt Zuspruch und Hilfe bei allen persönlichen Problemen.

Unser Haus hat 89 Zimmer mit unterschielicher Ausstattung. Alle Zimmer haben Waschbecken und Telefon, einige sind auch mit Dusche und WC ausgestattet.

Die Lage

Vor unserer Haustür liegen in Fußwegnähe

° St.Pauli und die Reeperbahn

° die Landungsbrücken und der Fischmarkt

° die Hamburger Innenstadt

° der Hamburger DOM (anderswo Kirmes, Rummel genannt)

° Planten un Blomen

° S-Bahn und U-Bahn sind in 5 Minuten zu erreichen: Stadthausbrücke, Landungsbrücken, Baumwall, St.Pauli, Rödingsmarkt

Unsere Preise = (unverbindlich - konkret und zeitnah: telefonisch abfragen) einschließlich Frühstücksbüffet

für Touristen

einfache Ausstattung:

Einzelzimmer 34,50 € ?

Doppel als Einzel 36,- € ?

Doppelzimmer 63,- € ?

bessere Ausstattung (Dusche/WC/TV):

Einzelzimmer 44,50 € ?

Doppelzimmer 70,- € ?

Unser Restaurant ist täglich von 6:30 bis 10:00 Uhr und von 11.30 bis 13:30 Uhr geöffnet. Andere Öffnungszeiten sind nach Vereinbarung möglich.

Das Frühstücksbüffet bietet ein reichhaltiges Angebot mit Obst, Cerealien, Joghurt, Marmeladen, Eiern, Wurst und Käse

Mittagessen (Hauptgericht, Nachspeise, + Getränk): 5,50 € - Der Mittagstisch hat täglich zwei Gerichte im Angebot zowie eine Nachspeise

Abendessen auf Bestellung: 5,50 €

Das mitten in der Hamburger City in Hafennähe zentral gelegene preiswerte Hotel mit einfachem Standard, ist - 1906 am Wolfgangsweg und - 1959 am Krayenkamp von der Deutschen Seemannsmission in Hamburg R.V. für aktive Seeleute errichtet worden und steht auch heute noch vorrangig Seeleuten zur Verfügung, es können dort aber auch Touristen mit kleinem Geldbeutel und einfachen Ansprüchen gut und preiswert übernachten. Einzel- und Mehrbettzimmer mit fließend warm Wasser und Telefon in jedem Zimmer mit Gemeinschaftstoiletten und -duschen auf dem Flur. Einige Zimmer haben auch eigene Toilette und Dusche.

Das Haus ist oft voll belegt. Es sind also nicht immer Zimmer auf Anhieb frei. Reservierungen sind jedoch meist möglich.

Nähere Auskunft: über Übernachtungs-, Reservierungsmöglichkeiten und Preise:

Tel.: 040-37096-0, Fax: 040-37096-100

eMail: Kontakt



Diese Internetseite wurde vom früheren langjährigen Geschäftsführer und Heimleiter des Seemannsheimes erstellt, der hier sein Rentner-Hobby vorstellt


am 4. März 2001 berichtete Franz Lerchenmüller in einer Stuttgarter Zeitung unter "Sonntag aktuell":

Auch Touristen können im Hamburger Seemannsheim Anker werfen

Schlafen wie die Seebären

Hier wohnen richtige Seefahrer. Und solche, die es einmal waren. Auch Leute ohne Erfahrung auf hoher See können im Hamburger Seemannsheim übernachten. Vorausgesetzt, die Gäste haben nichts gegen Etagenduschen. Und Lust, eine unbekannte Seite Hamburgs kennen zu lernen.

Augen auf - und was für ein Blick! Schräg durchs Fenster ragt ein Turm mit goldblitzender Spitze. Vornehm schimmert seine grüne Kupferhaut über den Dächern der Kirche mit ihren barocken Schnörkeln. Aufwachen im Schatten des Michels, des Hamburger Wahrzeichens - was für ein Guten-Morgen-Gruß! Ein strahlend blauer Himmel weckt Hamburg. Nichts da von Elbenebel und Nieselregen und anderen Ingredienzien des sprichwörtlichen Hamburger Schmuddelwetters. Die Stadt draußen vor dem Fenster gibt sich heute ganz als "Venedig an der Alster".

Drin im Zimmer geht der Blick über das Nötigste: ein Bett, ein Schrank, ein Tisch, Birkenfunier in Kunststoff. An der Wand hängt ein Kalender der See-Berufsgenossenschaft: "Maritime Innovationen. Männer und ihre Erfindungen." 1876, erfährt der schlaftrunkene Gast, hat Samuel Plimsoll die Tieflademarke durchgesetzt. Eine Morgenlektion in Sachen christlicher Seefahrt.

Das Deutsche Seemannsheim Hamburg am Krayenkamp wurde 1959 eingeweiht: eine billige Übernachtungsmöglichkeit für Seemänner, die von Bord gingen und nach Hause weiterreisten oder auf das nächste Schiff warteten. Und es hat, in den 41 Jahren seiner Geschichte, alle Höhen und Tiefen der Seefahrt miterlebt. Die goldenen Zeiten um 1970 etwa, als 44.000 deutsche Seeleute die Weltmeere befuhren und ohne Vorbestellung fast nie ein Bett zu bekommen war.

Aber auch den Niedergang während der 80er Jahre, als die Umstellung auf Containerverkehr Handarbeit überflüssig machte und nach der Einführung des Zweitregisters deutsche Matrosen ausgemustert wurden zu Gunsten billigerer Arbeitskräfte von den Philippinen oder Kiribati.

Weniger Seemänner - weniger Übernachtungen. Vor ein paar Jahren entschloss sich die Seemannsmission Hamburg folgerichtig, das Seemannsheim auch für Touristen zu öffnen. "Hamburg für'n Fuffi pro Nacht - ist das nichts?", lacht Gisela Weber, die umtriebige Geschäftsführerin. In der Tat: So preiswerte Unterkünfte findet man im Herzen der Weltstadt selten: Die Landungsbrücken an der Elbe sind gerade mal zehn Minuten entfernt. Auch St. Pauli ist zu Fuß zu erreichen mit Reeperbahn, Fischmarkt und Davidstraße. Noch näher liegen Rathaus, Binnenalster, Kunsthalle und Deichtorhallen. Dementsprechend ist das Haus am Wochenende fast immer ausgebucht. Während der Woche gibt es meist noch Betten.

Freilich ist dies kein Hotel im üblichen Sinn. Die unscheinbare Backsteinfassade, die langen Flure mit den grauen Drahtglastüren und die großen Fenster im Erdgeschoss mit Blick in Küche und Essraum erinnern eher an eine Jugendherberge. Nur wenige der 89 Zimmer haben Nasszelle. Ein Hauch von sehr verblichenem Charme liegt über allem. Zivildienstleistende sitzen an der Rezeption und verstärken den Eindruck des Unkonventionellen. Niemand schleppt einem die Koffer hoch, der Aufzug funktioniert nicht immer.

Mittagessen gibt es zwischen halb zwölf und halb eins, auf dem Speiseplan steht deutsche Küche: Frikadelle mit Kartoffeln, Kasslerbraten mit Sauerkraut, Matjes mit Sahnesoße. Service? Selbstservice!

Kein Wunder: "Dies ist kein Touristenhotel, in dem Seeleute geduldet sind", stellt der Heimleiter klar. Sondern ein Seemannsheim, in dem Besucher willkommen sind."

Die Hauptpersonen trifft man abends an der Bar, in die sich freilich nur selten Touristen verirren. "Anscheinend haben die Angst vor uns", überlegt Robert, grau gelockter Steuermann, der seit zwei Monaten eine Lungengeschichte auskuriert. "Oder Respekt", mein Günther, der 25 Jahre lang auf großer Fahrt war und jetzt nur für ein paar Tage aus seiner Wahlheimat Spanien gekommen ist, um Rentenfragen zu klären.

Dabei gibt es keinen Grund, ihnen aus dem Wege zu gehen. Sicher: "Seemänner gaffen" ist nicht angesagt. Aber wer sich wirklich interessiert, findet aufgeschlossene Gesprächspartner. Harald mit dem brustlangen eisgrauen Bart muss morgen früh raus: Ziel Cuxhaven, Kabeljaufischen vor Spitzbergen. Josef aus Kroatien kriegt nach 20 Jahren als Steward keine Arbeitserlaubnis mehr. Antonio von den Kapverden, der als Koch unterwegs ist, betont so oft "keine Probleme", dass es an eine Beschwörungsformel erinnert.

Auch Fred aus Münster wartet - Seeleute, muss man wissen, stammen nicht von der Waterkant, sondern aus Osnabrück, Stuttgart, Berlin oder sind gar "Schluchtenscheißer" aus Graz oder Berchtesgaden. Für Fred ist das Seemannsheim der wichtigste Stützpunkt: Hier ist er gemeldet, hierher bekommt er seine Post, wenn er auf Fahrt geht, schließen sie seine Koffer im Keller ein. Bis zum nächsten Mal - Inhaber deutscher Offizierspatente sind gesucht.

Und dann trauern sie alle ein wenig den alten Zeiten nach, als Männer, die zur See fuhren, noch die einzigen Globetrotter waren, und nicht jeder Hans und Franz im Urlaub nach Singapur oder Schanghai düsen konnte. Und ein bisschen klammern sie sich daran, dass Seefahrt eben doch der schönste Beruf der Welt sei. Ein halbes Jahr malochen, ein halbes Jahr relaxen.

Mehr vom Meer? Auf Wunsch nimmt der Seemannspastor Übernachtungsgäste mit an seinen Arbeitsplatz, in den zweitgrößten Hafen Europas. Aufragende Wände aus Eisen, schier endlose Reihen von Containern - so zeigt sich der Athabaska-Kai in Waltershof. Aus den Gassen sausen hochbeinige Van-Carriers, von einem einzigen Mann hoch oben gesteuert, in seinen Fängen eine der eisernen Boxen, als ob es eine Sardinenbüchse wäre.

Schon faszinierend. Plötzlich steckt der Besucher mittendrin in einem Stück Hamburg, das er auf den üblichen Touristenpfaden nie kennen gelernt hätte. Und alles begann, nicht zu vergessen, mit einer Übernachtung in einem Hamburger Hotel der ganz anderen Art.


Hamburg: größter deutscher An- und Abmusterungshafen - auf den Schiffen arbeiten Menschen

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Eingangshalle im Seemannsheim in den 1980er Jahren

von den im Hafen festmachenden Schiffen kommen die Seeleute in die Clubs und Seemannsheime der Deutschen Seemannsmission

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Ein Journalist des Verlages Gruner & Jahr formuliert 1991 unter der Überschrift

„Heimatlos - Seemannslos“

„Hier sammelt sich Strandgut einer Seefahrt, die zumeist alles andere als christlich ist. Im „Haus Krayenkamp“ finden die Männer ohne Schiff für kurz oder lang eine Heimat auf Zeit. - Wo er zuhause sei? Felipe zuckt flüchtig mit den Schultern. „Por todo el mundo“, überall, murmelt der bärbeißige Mann mit leerem Blick. Doch dann huscht ein Lächeln über das wettergegerbte Gesicht, als freue er sich über seinen Einfall: „Y tambien en la casa Krayenkamp.“ Haus Krayenkamp, das ist ein rotes, vierstöckiges Backsteingebäude gleich hinterm Michel und zweite Heimat für mehr als 2000 Seeleute im Jahr: Hier unterhält die Deutsche Seemannsmission das größte Seemannsheim der Bundesrepublik. - „Deckshände“ und „Maschinenkulis“ aus 60 Ländern kommen hier unter, wenn sie zwischen zwei Schiffen ein Quartier suchen oder auf den Flug in ihre Heimat warten. Aber eben nicht nur die. „Wir sind eine Auffangstation“, sagt Heimleiter Jürgen Ruszkowski, 54. Auffangstation für Männer, die gerade kein Schiff und keine Heuer haben; die „Fußkranken“, die bei der großen Fahrt auf der Strecke geblieben sind. Denn heute kann einen Seemann so einiges erschüttern: Die Rationalisierung, ob an Bord oder an der Pier, und die Konkurrenz von den „Lappen“, den Billigflaggen, machen den Arbeitsplatz auf hoher See immer unsicherer. „Die Leute“, weiß Ruszkowski zu erzählen, „die vor 20 Jahren noch mit dem Lasso am Baumwall eingefangen wurden, nur damit ein Seefahrtbuch mehr da war, die halten sich heute kaum noch an Bord.“ - Der Mann weiß, wovon er spricht. Seit 21 Jahren leitet der Diakon und Sozialpädagoge „sein“ Haus: „Das bedeutet einen 24-Stunden-Job, sieben Tage in der Woche.“ Wen wundert's - bei 50.000 Übernachtungen im Jahr. Doch nicht allein die Qualitäten eines Hotelmanagers muss Hausvater Ruszkowski Tag für Tag beweisen. Wichtiger ist, dass er für die Probleme der Männer, die an Land zu stranden drohen, ein offenes Ohr hat. „Das geht los bei der Hilfe für den letzten Lohnsteuerjahresausgleich bis hin zur Vermittlung einer Fahrt ins Trockendock“ - wie die Entziehungskur für Alkoholkranke unter Betroffenen heißt. - Es kann aber auch bedeuten, dass Ruszkowski nachts raus muss, weil einer der Fahrensmänner zu rauhbeinig wird und das Mobiliar durch die geschlossene Scheibe geht. „Das ist dann“, berichtet Ruszkowski, „nicht immer ganz einfach.“ Schließlich sei er für beides verantwortlich: für die Seelsorge und die Ruhe im Haus. Doch in solchem Zwiespalt steht der Heimleiter nicht allzu oft. „Die meisten Gäste wollen einfach nur ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit.“ - Seine Ruhe, die will auch Felipe haben. Er wartet auf ein Schiff, bei dem er wieder anmustern kann. Am besten eins mit Kurs auf Cadiz. Da kommt er her.“


Um 1990

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Der Webmaster mit Mitarbeitern im Büro des Seemannsheimes


 

Meine anfänglichen Befürchtungen, dass ich mit den Seeleuten disziplinarisch laufend Ärger haben könnte, bestätigen sich nicht. Das soziale Bild des Seemannes der 70er Jahre ist von dem der 90er sehr verschieden. Unter den Seeleuten gibt es damals viele angepasste, ehrenwerte und charakterlich wertvolle Männer, aber doch auch jene Typen, wie sie von der Gesellschaft als Klischee-Seemann gesehen werden: Abenteurer, Haudegen, trinkfeste Draufgänger. Alkoholmissbrauch spielt bei einigen schon eine tragische Rolle, wird aber sicher kaum dramatischer sein als in anderen Berufssparten, wie etwa auf dem Bau oder bei Journalisten. Bei einigen Alkoholikern muss ich über die Jahre den langsamen Abstieg in die Gosse beobachten, ohne ihn aufhalten zu können, so bei „Kugelblitz“, „Becksbierberni“ und Rudi Sch. aus Ostpreußen, der mir später öfter als Stadtstreicher begegnet. Für fast alle gilt der Liedrefrain: „Ein Kerl wie Samt und Seide, nur schade, dass er suff.“ Bei einigen gelingt es mir, sie bei eigener Einsicht ins „Trockendock“ zu vermitteln. Einige bleiben darnach trocken, andere haben Rückfälle. Leider ist es ein typisches Symptom der Krankheit Alkoholismus, dass die Einsichtsfähigkeit eingenebelt wird. Ich erlebe im Seemannsheim bei einigen Männern mehrmals Diliriumanfälle.

Am 11.10.79 berichtet mir der Nachtpförtner Looschen: „Zitternd stand heute in der Nacht ein Verrückter vor mir, ich solle ihm schnell die Polizei rufen, denn in seinem Zimmer seien Hunderttausende Ratten. Ich antwortete ihm, das solle er mal selber machen, den Unsinn glaube mir sowieso keiner.“ Er rief dann tatsächlich noch Polizeibeamte, die mitspielten und nach den angeblich laufenden Ratten traten. Am nächsten Morgen, als ich ihn ansprach, sah der Mann, es war der 34jährige Karl P., immer noch Ratten, reagierte ansonsten aber normal. Plötzlich klopfte es in einem Zimmer im 2. Stock von außen ans Fenster. Karl P. klammerte sich von außen an das Fenster. Er war offenbar an der Fassade heruntergeklettert. Nur mit Mühe konnte er vor dem Absturz bewahrt werden. Der sofort herbeigerufene Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.

Am 7.11.1979 hat der 43jährige Fischdampfermatrose Horst Bruno G., der erst seit wenigen Tagen bei uns wohnt, Halluzinationen. Er kommt aufgeregt und schweißüberströmt ins Büro: „Hausvater, oben in der Toilette singen meine Nachbarn Arien.“ Er fühlt sich von ihnen verfolgt und belästigt, schnappt sich, als wir zusammen oben nachsehen wollen, einen Schrubberstiel vor der Tür und schwenkt ihn drohend über seinem Kopf. Als ich ihn davon überzeugen kann, daß die Toilette leer ist, hört er die Stimmen nebenan. Mit Glück und Mühe gelingt es, ihn per Krankenwagen zur Behandlung ins Krankenhaus zu schaffen.

Im Delirium wirft ein polnischer früherer Kapitän seinen „Sohn“ aus dem Fenster und ist danach todunglücklich. Er ist nicht davon zu überzeugen, dass es nicht sein Sohn, sondern nur die Kaffeemaschine war.

Einige herausragende Ereignisse im Seemannsheim seien hier noch erwähnt:

An einem Sonntagnachmittag Anfang der 70er Jahre halte ich im Wohnzimmer Mittagsschlaf. Ich hatte den Telefonkontakt herausgezogen. Plötzlich sehe ich blinkendes Blaulicht vor dem Fenster und auf der Straße sechs Peterwagen. Ich gehe sofort in die Eingangshalle. Das Haus ist voller Polizisten. Niemand darf hinaus und herein. Der „Mörder“ wird gesucht. Der Pförtner erklärt mir, da sei jemand mit klaffendem Bauch und heraushängenden Eingeweiden fast nackt und blutüberströmt von oben die Treppe heruntergekommen, habe vor der Pförtnerloge kurz verharrt und sei dann aus dem Hause auf die Straße gelaufen. Eine Passantin, die ihn sah, fiel in Ohnmacht. Das ist ein aufregender Sonntag im Seemannsheim.

Blutend wankte er zur Wache“ Unter dieser Überschrift meldet die Zeitung:

„Ein blutüberströmter Mann wankte gestern Mittag in die Revierwache 13 an der Martin Luther-Straße. „Messer, Messer...“ stammelte er, dann brach er zusammen. Der nur mit einer Badehose bekleidete Verletzte wurde sofort ins Hafenkrankenhaus gebracht. Die Ärzte stellten eine 30 Zentimeter lange Schnittwunde am Bauch, Messerstiche an der Kehle und am linken Unterarm fest. - Die Ermittlungen der Mordkommission ergaben bis Redaktionsschluss, dass es sich bei dem Verletzten um den 34 Jahre alten Seemann Günther L. handelt. Er war gestern Nachmittag aus seinem Zimmer im Seemannsheim am Krayenkamp in der Neustadt getaumelt und trotz seiner Verletzungen noch bis zur Revierwache 13 gelaufen. „Wir sehen noch nicht klar“, sagte ein Beamter der Mordkommission. „Er kann sich die Verletzungen auch selbst beigebracht haben.“

Nach stundenlanger Spuren- und Tätersuche und Fahndung nach dem verreisten Zimmernachbarn stellt sich heraus: Der fast „Ermordete“ hatte sich selber vor dem Spiegel mit einer zerschlagenen Bierflasche den Bauch aufgeritzt. Man flickt ihn auf der Intensivstation des Hafenkrankenhauses wieder zurecht und bringt ihn durch. - Was es alles gibt?!

In der Eingangshalle hängt ein von einem Seemann gestiftetes Segelschiffmodell. Nachdem es dort monatelang friedlich geschwebt hat, ist es eines Tages verschwunden. Einer der Seeleute hat eine Vermutung, wer der Dieb sei und wo er zu finden sein könnte. Zusammen klappern wir in der Ditmar Koel-Strasse mehrere Kneipen ab. Tatsächlich ertappen wir den „Knaben“ in einer der Pinten, wie er gerade dabei ist, unser Schiffchen meistbietend an den Mann zu bringen. Er setzt ich nicht zur Wehr und trottet sogar an meiner Seite mit zur Polizeiwache. Das Schiffsmodell hängt danach wieder jahrelang in der Halle des Seemannsheimes, bis es eines Tages erneut und diesmal endgültig verschwunden ist. Ein weiteres, weitaus wertvolleres, das ein Seemann in monatelanger Kleinarbeit gebastelt hatte, wird sogar aus dem Speisesaal geklaut, der immer verschlossen ist, wenn der Küchenbetrieb ruht.

Am 1.7.1984 wird nachts der Pförtner von dem im Haus wohnenden, am 31.1.53 in Bochum geborenen, Schiffskoch Wolfgang S. unter Todesandrohung beraubt. Die Presse meldet: „Ein Gangster setzte nachts dem Pförtner des Seemannsheimes Krayenkamp (Neustadt) ein Messer an den Hals, raubte 600 Mark. Entkommen.“ Der Täter wird gefasst und mit Urteil vom 23.11.1984 mit 5 Jahren und 6 Monaten Haft belegt.

Nachts bricht ein Hausbewohner unsere Wohnungstür auf und raubt einen Teil der Sachen, Schmuck, Kleidung ect. aus. Der Täter, der unter unserem eigenen Dach wohnt, leistet ganze Arbeit. Kurze Zeit später bricht er auch in die Küche ein. Anhand seines Fußabdrucks kann ich ihn identifizieren. Das Tatwerkzeug, einen Kuhfuß, kann ich in seinem Schrank sicherstellen.

Am 31.3.1980 notiere ich: „Peter H., ehemaliger Fürsorgezögling in Freistatt, wohnt seit Jahren immer wieder im Seemannsheim. Er soll zu Alkohol noch Valium schlucken. Wenn er seine Saufphasen hat, bekommt er funkelnd glasige Augen und muss sich produzieren: Er näht sich Knöpfe auf die nackte Haut, steckt sich Rasierklingen durchs Ohrläppchen und behauptet, er habe einige Jahre Zuchthaus hinter sich, nachdem er seine Frau umgebracht habe.“ 23.3.1982: Peter hat eine neue Masche: „Ich verkaufe eine Niere, um an Geld zu kommen.“ Einige Tage später: „.... geht aber leider nicht, weil ich zu sehr durch Alkohol geschädigt bin.“ Am 23.4.1983 gegen 23 Uhr hallt ein Schuss durchs Haus - und gleich danach noch drei Schüsse, ein Hilfeschrei und laute Stimmen. Ich laufe durch den Kellergang zum Haupttreppenhaus: Vor dem Duscheneingang liegt ein Seemann: Bernd Krüger (28). Er stöhnt und bewegt sich kaum. In der Eingangshalle höre ich von den dort zusammenlaufenden Seeleuten, Peter H. habe geschossen und sei flüchtig. Sofort verständige ich Polizei und Rettungswagen, die kurz darauf eintreffen. Mehrere Peterwagen sperren die Straße ab. Wiederbelebungsversuche, künstliche Beatmung. Der Notarzt trifft ein. Alle Anstrengungen sind umsonst. Bernd Krüger ist tot. Die Kripo kommt, später die Mordkommission. Das Haus ist abgesperrt. Niemand darf hinaus. Vor dem Hause, hinter dem Seemannsheim im Nachbarhof, überall Blaulicht. Vernehmungen und Spurensicherung dauern bis 3 Uhr in der Nacht. Morgens wird bekannt: Peter wurde in der Nacht festgenommen. BILD berichtet unter der Schlagzeile: „Amok im Seemannsheim: Viermal feuerte der Mörder auf sein Opfer“ und „„Buddelschiff-Seemann“ sagte der Große - da erschoss ihn der Kleine.“

Im „Hamburger Abendblatt“ berichtet Robert Boeckmann in der Ausgabe vom 26.3.1982 unter der Überschrift:

„Den Schützen schnell gefasst. - die Pistole hatte er noch in der Tasche“

„Ein Großaufgebot von Kripo und Schutzleuten füllte die Eingangshalle des Deutschen Seemannsheimes am Krayenkamp (Neustadt), vernahm mitten in der Nacht Zeugen und sicherte die Spuren eines Verbrechens: Der 28jährige Seemann Bernd K. war, wie berichtet, in dem Heim mit drei Schüssen getötet worden. Die Kripo war noch mit Vernehmungen am Tatort beschäftigt, da klingelte um Mitternacht beim Pförtner das Telefon - an anderen Ende der Leitung fragte die Stimme des Täters: „Ist das Schwein schon tot?“ - An den Glastüren des Eingangs waren der nur 160 Zentimeter große Peter H. (39) und sein späteres Opfer Bernd K. zwei Stunden zuvor heftig aneinandergeraten. „Sie schrien sich laut an“, berichten die Seeleute, die Zeugen des anschließenden Verbrechens wurden: Peter H., der erst seit vier Wochen im Seemannsheim am Michel wohnte, lief plötzlich in sein Zimmer 313 im dritten Stock und holte seine 7,65-mm-Walther PPK, eine bei der Kripo gebräuchliche Dienstwaffe. - Heimbewohner Reinhard Kowalke (43) zum Abendblatt: „Dann kam er die Treppen heruntergestürzt, lief ins Freie, gab dort einen Schuss ab und kam wieder herein. Wir waren wie gelähmt, als der Peter viermal auf Bernd abdrückte!“ - Der 28jährige ehemalige Schiffsoffizier Bernd K., der seit vorigem Jahr im Heim am Krayenkamp lebte, wurde von drei Kugeln aus zwei Metern Entfernung getroffen. Ein Schuss traf ihn ins Herz. Das Opfer konnte sich aber noch in einen Kellerraum schleppen, wo er vor dem Duschraum tot zusammenbrach. Der Schütze war inzwischen geflüchtet. - Kurze Zeit später lief eine Großfahndung der Polizei an. Zivilbeamte mit Hunden klapperten umliegende Lokale ab, Peterwagen streiften durch die Neustadt. Kurz nach drei Uhr entdeckten die Beamten von „Peter 15/1“ (Davidwache) auf dem Schaarmarkt (Neustadt) einen kleinen Mann auf einem Fahrrad, auf den die Beschreibung genau passte. Die drei Beamten sprangen aus ihrem Streifenwagen, liefen auf den Mann zu und überwältigten ihn, bevor er sich zur Wehr setzen konnte. In einer Jackentasche von Peter H. fanden die Polizisten die durchgeladene und entsicherte Waffe. - Belanglose Streitigkeiten und Hänseleien sollen nach den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission zu der tödlichen Auseinandersetzung im Seemannsheim geführt und Peter H. soll außerdem unter Tabletten- und Alkoholeinfluss gestanden haben.“

Bei der Gerichtsverhandlung sage ich als Zeuge aus. Am 21.3.1983 bekomme ich einen Brief von Peter H. aus dem Knast:

„Lieber Herr Ruszkowski! Hiermit möchte ich in schriftlicher Form um Verzeihung bitten für die Schande, die ich durch mein Verbrechen über Ihr Haus gebracht habe. Als ich Sie im Gerichtssaal persönlich darum bat, musste ich leider abbrechen, sonst hätte ich dort wahrscheinlich losgeheult. Sicherlich verstehen Sie mich, wie mir da zumute war....“

Am 19.3.1985 schwitze ich Blut und Wasser, weil die Krankenwagenbesatzung einen bei einer Messerstecherei schwerverletzten Afrikaner nicht transportieren will und der Notarzt ewig auf sich warten läßt. Dem Afrikaner war mit einem Messer in den Rücken gestochen worden. Kurz vorher hatte ich die Memoiren des Chirurgen Sauerbruch gelesen und wußte, was bei Verletzung des unter Unterdruck stehenden Brustkorbs passieren kann. Die Presse meldet tags darauf:

„Bei einem Streit im Deutschen Seemannsheim am Krayenkamp (Neustadt) ist der 33 Jahre alte Assad A. aus Ghana verletzt worden. Der Ghanaer hatte mit einem anderen Seemann Billard gespielt, plötzlich gerieten sich die beiden in die Haare. Assad A. erhielt einen Messerstich in den Rücken und brach lebensgefährlich verletzt zusammen. Der Täter flüchtete. Nach den Ermittlungen der Mordkommission handelt es sich bei dem Täter um den 30 Jahre alten Brasilianer Salomao Brum aus Rio de Janeiro....“

Der Verletzte wird dann doch noch ins Krankenhaus geschafft. Man bringt ihn durch und einige Wochen später spielt er wieder bei uns Billard.

Am Morgen des 11.12.1985 kommt um 5.45 Uhr der Seemann Wolfgang M. von draußen ins Seemannsheim zurück und bittet den Pförtner Reblitz, ihn um 8.30 Uhr zu wecken. Der entgegnet: „Ich kann es zwar für meine Ablösung notieren, aber nicht fest versprechen, weil ich dann nicht mehr im Dienst bin.“ M.: „Dann will ich mein Geld zurück haben.“ Pförtner: „Mieten darf ich nicht zurückzahlen. Das geht nur im Büro.“ M.: „Dann will ich den Chef sprechen!“ Pförtner: „Den kann ich so früh nicht wecken.“ Mit einem Schimpf-Wortschwall schlägt M. die Pfortenscheibe aus Sicherheitsglas in Sprünge. - Am selben Morgen wird in unserer Dienstwohnung das Küchenfenster eingeworfen.

Am 20.12.1986 kommt der Ex-Seemann und frühere Heimbewohner Wilfried H. ins Büro, baut sich provozierend auf, beschimpft mich und droht: „Dir hau ich noch mal die Scheiben ein, auch wenn du jetzt Jalousien davor hast, das schwör’ ich dir!“

Am 9.4.1987 fordere ich morgens um 7.45 Uhr den 29jährigen Gast Jürgen K. auf, sein Zimmer zu räumen und auszuziehen. Er steht auf der Fensterbank, springt plötzlich von oben auf mich herab und schlägt mir im Springen mit der Faust ins Gesicht. Von der Wucht des Sturzes falle ich zu Boden. K. schlägt weiter auf mich ein und lässt erst von mir ab, als Mitarbeiter mir zur Hilfe kommen. Mit blutender Wunde an der linken Augenbraue, einem Bluterguss um das linke Auge und Prellungen an Oberlippe und Arm komme ich davon. K. war schon vorher durch anormales Verhalten aufgefallen und hatte im Hause erzählt, er sei in psychiatrischer Behandlung gewesen. Auch soll er Barbiturate (Marihuana) geraucht haben. K. flüchtet nach dem Vorfall und wird nicht mehr gesehen.

Wolfgang V., genannt „Ketten-Franz“, wollte mit aller Gewalt reich werden. Sein Handel mit aus den Philippinen importierten Muschelketten und anderem Modeschmuck florierte nur wenige Monate, obwohl es für ihn das Geschäft des Lebens zu werden versprach. Auf mein Zureden hin hatte er ein kleines nautisches Patent erworben und fuhr nun stolz auf ausgeflaggten Schiffen auf der Brücke als zweiter Offizier: „Welch ein erhabenes Gefühl, jetzt von der Brücke aus zuzusehen, wie die anderen den Rost schrubben!“ Eines Tages im Februar 1979 höre ich in den Rundfunknachrichten, die amerikanische Küstenwache habe den größten Haschisch-Schmuggel aller Zeiten auffliegen lassen.

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet am 19.2.1979 unter der Überschrift:

„Unter Deck lagen 20 Tonnen „Stoff“ - US-Küstenwache entdeckte Schmugglerschiff:

Der 38jährige Hamburger Wolfgang V. sowie der ebenfalls aus der Hansestadt stammende 53 Jahre alte Christen C. und der aus Bremen stammende Kapitän Heinrich H. sitzen seit dem Wochenende in einem New Yorker Gefängnis. Sie müssen sich im Zusammenhang mit dem größten Rauschgiftfang der amerikanischen Geschichte verantworten. - Die drei Deutschen hatten mit dem 483-BRT-Frachter „Olaug“ 20 Tonnen Haschisch im Wert von 40 Millionen Dollar in die Vereinigten Staaten schmuggeln wollen. Der Frachter war von einem Piloten der Küstenwacht entdeckt und als verdächtig eingestuft worden. Beamte der Küstenwacht und des Zolls stoppten das Schiff, um die Laderäume zu durchsuchen. - Sie entdeckten rasch das Rauschgift, das die Schmuggler in Lastwagenschläuche gefüllt hatten. Über den prall gefüllten Schläuchen lagen leere Säcke. Es wird vermutet, dass der wahrscheinlich unter liberianischer Flagge fahrende Frachter das Haschisch im Hafen von Larnika auf Zypern geladen hat. Nach Mitteilung der New Yorker Staatsanwaltschaft soll das Schiff einem Deutschen gehören, dessen Name jedoch nicht genannt wurde. Auf dem Frachter befanden sich auch fünf Amerikaner, die ebenfalls in Haft genommen wurden.“

Wolfgang V. wird zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Ich schicke ihm auf seinen Wunsch von seinem bei uns lagernden restlichen Verwahrgeld regelmäßig den „Spiegel“ in den Knast. Später wird er nach Deutschland ausgeliefert und sitzt in Bremen ein, wo ich ihn einmal besuche. Er wird vorzeitig entlassen.

Holger B. ist 42 Jahre alt, als er im Seemannsheim aus dem Leben scheidet. Er hatte es in Kindheit und Jugend schwer mit seinem Vater gehabt. Mit seiner Mutter stand er sich gut, aber diese hatte auch unter dem autoritären Wesen des Vaters zu leiden. So ging er früh aus dem Hause und als Motorenwärter zur Seefahrt. Bei Reisen nach Asien lernte er die fernöstliche Lebensauffassung schätzen und schwärmte für indische und thailändische Kulturen. Er meinte auch, dass ihm Haschisch neue Welten erschließen könne. Mit einigen Freunden zusammen inhalierte er regelmäßig diese für seine Begriffe harmlose Droge. - Seit 1972 war er bei seinen Hamburg-Aufenthalten immer wieder im Seemannsheim am Krayenkamp abgestiegen und dort wegen seines umgänglichen Wesens sehr gerne gesehen. Eines Tages erzählt er mir, er habe Halluzinationen gehabt, „wie damals in Asien“: Mitten in der Hamburger Innenstadt auf der Mönckebergstraße sei ihm ein Dinosaurier begegnet. Auch habe er eine Erscheinung seiner Mutter erlebt. Am darauffolgenden Tage alarmieren mich Seeleute, ein Mann hänge im vierten Stock draußen am Fenster. Es bietet sich mir, als ich die Treppen hinaufeile, ein bedrohliches Bild: Holger B. hängt 20 Meter hoch draußen am Hause, klammert sich mit den Händen am Fenster fest und steht mit einem Bein auf dem Dachvorsprung. Er blickt mit vor Angst und Entsetzen verzerrtem Gesicht wild um sich und zuckt nervös, wenn man sich ihm nähert. Es erscheint mir nicht geraten, zu dicht an ihn heranzugehen und völlig unmöglich, mit ihm ein Gespräch zu beginnen. Die bereits von Nachbarn informierte Feuerwehr ist bereits zu hören und trifft wenige Minuten später mit einem ganzen Löschzug am Hause ein. Doch bevor noch ein Sprungtuch gespannt werden kann, springt Holger, nachdem sich ihm ein Feuerwehrmann offenbar zu dicht genähert hatte, ab und stürzt in die Garagenauffahrt. Sofortige Wiederbelebungsversuche mit künstlicher Beatmung, Sauerstoffzufuhr und allen Bemühungen des kurze Zeit später eintreffenden Notarztes bleiben leider erfolglos. Der Vorfall sorgt für große Aufregung und Betroffenheit unter den Gästen des Seemannsheimes. - Neun Tage später wird Holger in Begleitung einiger seiner Freunde auf dem Seemannsfriedhof in Ohlsdorf zur letzten Ruhe gebettet.

Am 20. November 1987 kommt Hartmut E. (26 J.), wohnhaft im vierten Stock unter dem Dach, von einer Zechtour von St. Pauli ins Seemannsheim zurück. Dort hatte er bereits einem Kollegen, mit dem er sich über den zwei Wochen vorher erfolgten tragischen Fenstersturz des Holger B. unterhalten hatte, angekündigt, er werde in dieser Nacht noch eine Aktion aus Protest gegen die Arbeitslosigkeit unter Seeleuten starten. Im Seemannsheim angekommen, erzählt er dem Pförtner, er wolle nun aufs Dach klettern und herabspringen. Der hält das für einen schlechten Scherz, muss sich aber kurz darauf von Hartmuts Zimmerkollegen berichten lassen, dieser sei tatsächlich aus dem schrägen Dachfenster aufs Dach hinausgeklettert und sitze nun auf dem vorspringenden Sims zur Straßenseite hin, mit den Beinen nach unten baumelnd. Der Nachtpförtner weckt mich sofort und ich alarmiere erst die Polizei, besonders darum bittend, ohne Blaulicht und Martinshorn anzurücken und überzeuge mich dann selber von der Lage. Da es mir nicht möglich ist, Hartmut zu bewegen, wieder ins Zimmer zurückzukommen, rufe ich mit Hilfe der inzwischen eingetroffenen Polizeibeamten die Feuerwehr, die ebenfalls ohne akustisches Aufsehen heranrückt und außer Sichtweite des „lebensmüden“ Hartmut in Stellung geht. In Kürze sind die Straßen um das Seemannsheim voller Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge. Das Sprungtuch wird lautlos, aber zügig in aller Perfektion aufgespannt. Zunächst verhandeln wir mit dem auf dem Dach sitzenden Hartmut vom Fenster seines Zimmers aus. Er verlangte nach einem Reporter der BILD-Zeitung. Inzwischen ist ein Feuerwehrmann aus dem Fenster aufs Dach hinausgestiegen, hatte sich aber vorher seines Schutzhelmes und seiner Uniformjacke entledigt und sich als Zeitungsreporter ausgegeben. Man hat auch den katholischen Polizeipastor herbeigerufen, der in ähnlichen Situationen schon öfter einschlägige Fähigkeiten bewiesen hatte. Der Pfarrer, der „BILD-Reporter“-Feuerwehrmann, zwei Freunde des Hartmut und ich versuchen abwechselnd mit allen Mitteln der Überredungskunst, mit Ablenkungsmanövern, Annäherungsversuchen und allerlei Lock- und Überzeugungskünsten vier Stunden lang, Hartmut zum Abbrechen seiner „Protestaktion“ zu bewegen. In seinem stark alkoholisierten Zustand redet er, mit den Armen gestikulierend und auf dem Dachsims sitzend von der Not tausender arbeitsloser Seeleute, weist pathetisch auf den nahen Michel, spricht vom bevorstehenden nahen trostlosen Weihnachtsfest und droht immer wieder, er werde abspringen. Inzwischen hat die Feuerwehr eine Leiter ausgefahren, deren oberes Ende nahe seinem Standort ist. Sobald ein Feuerwehrmann aber Anstalten macht, sich ihm über die Leiter oder aus dem Fenster zu nähern, rückt er weiter und unter ihm ebenso die vor Kälte mit den Füßen stampfenden etwa zehn Männer mit dem Sprungtuch. Eine zweite Leiter wird inzwischen von der anderen Seite her hochgefahren. Mit Megaphon fordert die Polizei Hartmut von untenher zu Ruhe und Besonnenheit auf. Der sitzt weiterhin im Strahl der Feuerwehr-Scheinwerfer und lässt sich weder von den Männern auf den Leitern, noch von denen an den Fenstern beeinflussen. Nachdem er dann nach vier Stunden von den beiden Leitern in die Enge getrieben, von Kälte und Regen ermüdet und mit der Versicherung beruhigt ist, er brauche weder für die Kosten des Feuerwehreinsatzes zahlen, noch werde er des Hauses verwiesen werden, lässt er sich endlich näherkommen und willigt ein, sich durch das Dachfenster nach innen ziehen zu lassen. Dort weicht dann sein Widerstand vollends. Er wird nach einer Stärkung mit einem Becher Kaffee vom Krankenwagen in ärztliche Behandlung gebracht. Das Drama hatte um 0.30 Uhr begonnen und endet gegen 4.30 Uhr.

Ali Naseer Ahmed hatte nach schwerer Erkrankung in Hamburg von Bord der unter Panama-Flagge fahrenden „Rickmers Nanjing“ gehen müssen. Er lag nun schon einige Monate mit einem Nierenleiden in einem Hamburger Krankenhaus. Es steht jetzt fest, dass das Leiden des 35jährigen Mannes unheilbar ist und er lebenslänglich auf die Dialyse, die künstliche Nierenwäsche, angewiesen sein wird. Die ausländerrechtliche Situation ist für ihn sehr ungünstig: Er hat, da er auf Sozialhilfe angewiesen ist, kein Bleiberecht und keinerlei Chance, es je zu bekommen. Nur auf Grund der Lebensgefahr wurde sein „vorübergehendes“ Bleiben „geduldet“. Somit ist es auch so gut wie ausgeschlossen, ihn auf die Liste der Transplantations-Empfänger zu bringen. Dieses ist eine typische Situation für alle ausländischen Seeleute, die nicht aus dem EG-Bereich stammen. Er ist auf den Malediven zu Hause, einer unter Ferntouristen bekannten Inselgruppe im Indischen Ozean. Aber auf keiner seiner Heimatinseln gibt es ein Krankenhaus mit Dialysegeräten. An Bord war er in einer maledivischen Crew zusammen mit Landsleuten gefahren und hatte sich in seiner Muttersprache unterhalten können. Hier in Hamburg in der Fremde ist er sprachlos. Er versteht nur wenige Worte englisch. Deutsch kann er gar nicht. Die Ärzte im Krankenhaus hatten mühsam einen der drei in Deutschland lebenden Malediven als Dolmetscher aufgetrieben, der ab und zu engagiert wurde, um die Diagnose besser erstellen und ihm die für ihn wichtigen Verhaltensregeln vermitteln zu können. Er hat zu Hause Frau und Kinder. Aber es bleibt keine Alternative: Die Rückkehr in die Heimat zur Familie würde den sicheren Tod bedeuten, also muss er in Hamburg bleiben, muss auf Rechnung der Sozialhilfe irgendwo versorgt werden. Wir sind bereit, ihn bei uns im Seemannsheim aufzunehmen, für ihn eine spezielle kaliumarme Diät zu kochen. Nahrungsaufnahme und Gewichtskontrolle unterliegen einer strengen Reglementierung: pro Tag darf er nicht mehr als 1/2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Zu Kontakten zu anderen Kollegen im Seemannsheim ist er wegen seiner Sprachlosigkeit nicht in der Lage. Der Kollege Borowski kümmert sich als Sozialarbeiter der Seemannsmission um viele Alltagsprobleme. Wenn mal ein Schiff mit Landsleuten in Hamburg liegt, wird ein Besuch vermittelt. Vom Seemannsheim aus soll er einen Deutschkursus für Ausländer an der Volkshochschule besuchen und bereitet sich bereits intensiv durch Lernen der wichtigsten Vokabeln und Redewendungen darauf vor. Ein Zivildienstleistender hilft ihm bei Behördengängen und den nötigsten Einkäufen. Dreimal wöchentlich bringt ihn ein Taxi zur Dialyse ins Krankenhaus. Trotz aller medizinischer und sozialer Bemühung muss er nach drei Monaten im Seemannsheim eines Tages schnell per Notarztwagen ins Krankenhaus geschafft werden. Dort verstirbt er an seinem Leiden. Er wird auf dem Öjendorfer Friedhof nach muslimischen Riten mit Blickrichtung auf Mekka beigesetzt. Kollege Borowski begleitet ihn auf seinem letzten Weg.

Die tragischsten menschlichen Schicksale, die mir während meiner 27jährigen Seemannsheim-Praxis begegneten, sind die von Geisteskranken. Diese entsetzlichen und furchterregenden Krankheiten können bei Menschen aller Rassen und Kulturen ausbrechen.

Jahrelang hatte der aus Österreich stammende Deckschreiner Andreas G. während seiner Hamburg-Aufenthalte friedfertig im Seemannsheim gewohnt. Anfang Februar 1979 zieht er erneut ins Seemannsheim ein und berichtete mir, er sei geisteskrank. Man habe ihn, von Brasilien kommend, in Frankfurt/M. aus dem Flugzeug geholt und in die Psychiatrie gesperrt. Er machte bei seinem Einzug noch einen ganz vernünftigen Eindruck. Vier Tage später kommt er am Abend mit irrem Blick und einem aggressiven Ton auf mich zu: „Ich brauche gleich 100,- DM. Geben Sie mir das Geld sofort, sonst passiert was! - Ihre Frau muss mir heute noch einen Kuchen backen. - Die „Wappen von Hamburg“ wird heute Nacht untergehen.“ Mit Mühe und Not gelingt es mir, ihn wieder aus dem Büro zu drängen. Als ich gerade die Polizei anrufen will, klirrt es und G. kommt durch die zerschlagene Bürotürscheibe auf mich zugestürzt. Ich kann ihn mir nur mit Hilfe eines Stuhles vom Leibe halten, bis zwei Seeleute von draußen zu Hilfe kommen und kurz darauf die Polizei eintrifft. Man bringt Andreas in das Psychiatrische Krankenhaus, wo er zwei Tage später wieder entläuft.

Mehrfach werfen psychisch gestörte Heimbewohner das Inventar (Stühle, Tische, Fernseher, Spiegel) ihres Zimmers durch das offene oder geschlossene Fenster. Mitten in der Nacht klirrt und kracht es, und die Trümmer landen im Hof oder auf der Straße, auf vor dem Hause geparkten Autos.

Ein unter Schizophrenie leidender Gast reißt einmal sämtliche Steckdosen und Lampen aus Wand und Decke, verklebt die Elektroanschlüsse, türmt alle Möbel vor der Zimmertür übereinander und schließt sich ein. Als seine Kollegen, die mit ihm den Raum teilen, ins Zimmer wollen, muss die Tür unter Polizeischutz aufgebrochen werden. Der Kranke sitzt eingeschüchtert auf der Bettkante und äußert seine Angst vor „der Elektrizität“.

Meistens zeigen solche psychisch gestörten Menschen leider keinerlei Krankheitsbewusstsein oder Einsicht in ihr unnormales Verhalten. Es gelingt selten, sie davon zu überzeugen, dass sie fachärztliche Hilfe brauchen. Amtsärzte und Polizei greifen immer erst ein, wenn schon etwas passiert ist, wenn die Kranken sich selbst ernsthaft gefährden, oder anderen erheblichen Schaden zugefügt haben.

Es geschieht an einem Sommertag im August 1991: Von meinem Büro aus vernehme ich im Seemannsheim unnatürlich schrille Schreie von der Straße Krayenkamp her. Als ich aus dem Fenster sehe, erblicke ich einen splitternackten Afrikaner, den seit Jahren im Hause bekannten und nie unangenehm aufgefallenen 36jährigen Maschinenwart A. aus Burkina Faso (Obervolta), der einem halben Dutzend seiner Landsleute, die ihn einfangen und ihm eine Hose anziehen wollen, erheblichen Widerstand entgegenbringt. Mit Mühe nur gelingt es ihnen, den zappelnden Mann in die Eingangshalle des Seemannsheimes zu tragen und festzuhalten. Ich tippe sofort auf Geisteskrankheit und rufe umgehend telefonisch Polizei und Krankenwagen herbei. Man schnallt den Kranken auf eine Bahre und bringt ihn ins Hafenkrankenhaus.

Der weitere tragische Verlauf ist dann nur noch in Radiomeldungen und Zeitungsschlagzeilen zu verfolgen: „Er flüchtete aus dem Hafenkrankenhaus. Amoklauf auf der Reeperbahn. Nackter Afrikaner stach wahllos Passanten nieder. 10jährige in Lebensgefahr.“

Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet:

„Ein Amokläufer hat am Sonntag im Hamburger Stadtteil St. Pauli sieben Gäste des Restaurants „Pfeffermühle“ und sich selbst mit einem Messer zum Teil schwer verletzt. Ein zehn Jahre altes Mädchen, ein 15jähriger Junge und er selbst schweben noch in Lebensgefahr. Nach Angaben der Polizei war der 36jährige Schwarzafrikaner am Sonntag morgen ins Hafenkrankenhaus eingeliefert worden. Gegen 14 Uhr hatte er eine Krankenschwester niedergeschlagen und war dann nackt auf die Straße geflüchtet. Dort war alles ganz schnell gegangen. Wenige Minuten zuvor hatte Ilona H, ihre zehnjährige Tochter Magdalene noch im Arm gehalten. Dann kam A. aus dem Lokal am Millerntorplatz und stürzte mit einem 20 Zentimeter langen Messer auf die Mutter und ihre Tochter zu. Er stieß die Klinge zweimal in den Brustkorb des Mädchens und verletzte ihre Lunge. Ilona H., die 35 Jahre alte Mutter des Mädchens, schrie auf. Sie konnte die Stiche nicht abwehren: Der Amokläufer stach auch auf sie ein. Magdalene brach zusammen und blieb liegen, bis der Notarzt kam. Auch der 15 Jahre alte Schüler Ren‚ Ch. wurde lebensgefährlich durch Stiche verletzt. „Ich schrie den Mann an, er solle das Messer fallen lassen. Doch der Schwarze ist durchgedreht und hat auf nichts reagiert. Auf der Straße stieß er sich sechsmal das Messer in den Bauch und stürzte zu Boden.“ Polizeimeister Hartmut Junge, der als erster am Tatort Reeperbahn eintraf, kann nur stockend erzählen, was wenige Augenblicke zuvor passiert ist. Wir mussten ihn mit fünf Mann festhalten, damit er sich nicht selbst hinrichtet. Erst danach haben wir die anderen Verletzten gesehen“, so der Polizist. Gebannt sahen einige Gäste, die eben noch ruhig im Schatten der Sonnenschirme Eis löffelten oder Kaffee tranken, zu. Oder sie liefen weg, wie Peter Wnuck. Der 30jährige: „Du glaubst gar nicht, wie du in solch einer Situation rennst. Mich hat er zum Glück nicht getroffen.“ Je fünf Rettungs- und fünf Notarztwagen rasten zum Einsatzort. Sie versorgten die acht Verletzten, sechs von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. - Die Eindrücke, die sich bei den Augenzeugen eingeprägt haben, werden so schnell nicht auszulöschen sein.“

A. wird unter starker Polizeibewachung auf der Intensivstation des Hafenkrankenhauses wieder körperlich gesund gepflegt. Wegen seines psychischen Leidens muss er anschließend in ein geschlossenes Haus des Psychiatrischen Krankenhauses Ochsenzoll eingewiesen werden. Über ein Jahr später verfügt die Große Strafkammer beim Landgericht Hamburg seine unbefristete Unterbringung in der Psychiatrie.


 

1995 konnte der Webmaster nach 25 Jahren im Seemannsheim Krayenkamp sein Jubiläum als Heimleiter begehen.

Aus diesem Anlass sagte ich folgendes Dankwort:

„Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Seeleute, liebe Freunde, liebe Mitarbeiter, ich danke Ihnen, dass Sie mir durch diese Veranstaltung, Ihre Teilnahme, teilweise unter dem Opfer einer weiten Anreise, die herzlichen Worte des Gedenkens so große Aufmerksamkeit und Ehrung gewähren. Ich danke meinem Gott, dass er mir in diesen abgelaufenen 25 Jahren die Kraft und Gesundheit geschenkt hat, dem Dauerstress in der Nerven- und Knochenmühle dieses Seemannsheimes ein viertel Jahrhundert zu widerstehen, dass ich in der ganzen Zeit nicht einen Tag wegen Krankheit ausfallen musste. Ich habe auch dafür zu danken, dass ich in den langen Jahren immer einen Vorstand hatte, der mir eine lange Leine ließ, so dass ich in freier Kreativität schalten und walten konnte. Mit zunehmendem Alter danke ich für die Gelassenheit, die mir hilft, die nicht kleiner werdenden Probleme zu bewältigen. Zur Weisheit des Alters gehört es ja, Gott sei Dank, auch, einmal fünfe gerade sein lassen zu können. So hoffe ich auch auf die Kraft, den Rest mit einigermaßen Anstand zu überstehen und bitte Sie, es mir nachzusehen, dass ich nicht mehr mit der stürmenden Kraft des 35jährigen gegen die Probleme anzurennen gewillt bin. - Von einem Diakon wird erwartet, dass er alles können muss. Das kann ich leider nicht, aber die mir geschenkten Begabungen habe ich in diesen meinen Job einzubringen versucht. Zwischen Rausschmeißer und Seelsorger, Manager und Bilanzbuchhalter, Personalchef und Sozialarbeiter, EDV-Experte und Müllentsorger, Bauherr und Haustechniker, Lehrlingsausbilder und Zivi-Schäferhund musste ich ständig hin- und herlavieren. Und dabei bleibt man als Heimleiter immer der Letzte, den die Hunde beißen, wenn sich plötzlich, z.B. kurz vor Beginn der Nachtschicht noch der Pförtner telefonisch krank meldet. Herr Lösekow, der mich während meiner Urlaube vertritt, kann davon ein Lied singen. - Ich habe mich immer bemüht, die Finanzen des Vereins in haushalterischer Verantwortung zu verwalten und es gelang mir zwei Jahrzehnte, dass sich der Wirtschaftsbetrieb des Heimes aus eigenen Kräften mit einem Haushalt in Millionenhöhe ohne Zuschüsse von außen selber trug. Dabei blieben unsere Miete- und Küchen-Preise immer sehr sozial und mit Abstand unter denen der Jugendherbergen. Ich war immer dafür dankbar, dass die NEK sich in Nachfolge der Evangelisch-Lutherischen Kirche im Hamburger Staate für die beiden Diakonenstellen verantwortlich wusste und damit den evangelisch-christlichen Geist der Arbeit prägte. - Gestatten Sie mir, Sie mit einigen Erinnerungen zu belästigen: - Bei jährlich etwa 50.000 Übernachtungen konnten wir in den 25 Jahren bei 57.467 Neueinzügen in 1.234.800 Schlafnächten Tausenden Seeleuten ein Stück Heimat auf Zeit in der großen fremden Hafenstadt bieten und meistens waren von den 133 Betten um die 140 belegt. Die Seeleute vertrauten uns in den 25 Jahren ca. 32 Millionen Mark zur Verwahrung an. - Mir wurden in diesem Hause viele interessante menschliche Begegnungen geschenkt. Immerhin sind mir in den 25 Jahren etwa 19.500 Menschenschicksale begegnet. Darunter waren recht erfreuliche Kontakte, aber auch etliche unangenehme, allzu menschliche. Ich habe gelernt, dass man beim Umgang mit vielen Menschen nicht nur die Gottesebenbildlichkeit, sondern auch oft genug die teuflische Fratze des Menschen kennenlernt. Unseren Weg kreuzten unter diesem Dach starke Charaktere, Menschen, die ihren Alltag packten, aber auch viele, die zerrieben wurden in den Härten dieses Lebens oder die schon kaputt zu uns kamen und bei der Seefahrt bequemen Unterschlupf suchten - und früher wohl auch oft fanden. Von manch einem dieser Männer konnte man sagen: Ein Kerl wie Samt und Seide! Leider mussten wir oft zusehen, wie sie uns vor unseren Augen vor die Hunde gingen. Anderen konnten wir helfen, wieder auf die Beine zu kommen, obwohl sie schon total abgewirtschaftet waren und täglich bis zu 2 Litern Klaren brauchten. An einige dramatische Höhepunkte blicke ich mit Schaudern zurück. Manches Mal ging die Scheibe der Pförtnerloge oder der Haustür zu Bruch. Zweimal wurde uns ein Wohnungsfenster zertrümmert.. Einmal gingen alle Fenster des Speisesaales zu Bruch. Zweimal flog eine Bierflasche direkt an meinem Kopf vorbei gegen eine Wand. Zweimal bezog ich kräftig Prügel. Meine Fähigkeit, fünfe gerade sein zu lassen, war damals noch weniger ausgeprägt! Vor knapp vier Jahren feierte dieser Verein, dem mich mein Dienstherr, die NEK, zur Verfügung stellte, sein 100jähriges Bestehen. Fast ein Viertel des Wirkens dieses Vereins durfte ich hier arbeiten. Vier Hausväter in 104 Jahren: Spricht das nicht dafür, dass man sich unter dem Dach dieses Vereins wohl fühlen kann? Friedrich Koch diente von 1906 bis 1934, also 28 Jahre lang, in schweren Zeiten und hatte unter fünf Seemannspastoren, Kriegs- und Nachkriegszeit, Inflation, extremer politischer Konfrontation vor der Haustür und Massenarbeitslosigkeit oft hart zu kämpfen. Sein Sohn, ein alter Herr von über 80 Jahren, erzählte mir vor etwa 7 Jahren von dem schweren Stand seines Vaters. Deshalb sei es mir gestattet, ihn an dieser Stelle besonders ehrend zu erwähnen. Von 1934 bis 1943 trug für neun Jahre Vater Ernst Scharf die Verantwortung für das Heim am Wolfgangsweg. Einigen unter uns ist er noch als späterer Emdener Hausvater und sein Sohn Paul-Gerhard als Hofbaumeister der Seemannsmission bekannt. 1951 übernahm Otto Brunschede nach dem 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau des Seemannsheimes die Heimleitung. Er plante das neue Seemannsheim, das der damalige Vorsitzende Miles Reincke Ende der 50ger Jahre bauen ließ, entscheidend mit und zog dann 1959 mit seinen Seeleuten vom Wolfgangsweg nach hier am Krayenkamp um. Otto Brunschede arbeitete 19 Jahre als Hausvater, war jedoch schon vor dem Kriege seit 1937 als Seemannsmissionar am Wolfgangsweg aktiv. - Auch die Seemannsmissionare sorgten für Kontinuität: Der legendäre Vater Schlage wirkte von 1899 bis 1952 weit ins Ruhestandsalter hinein 53 Jahre lang. Karl-Heinz Hansen war von 1953 bis 1983 über 30 Jahre lang für den Verein tätig. - Vom diensttuenden Personal des Seemannsheimes bin ich längst nicht der Dienstälteste: Das Küchenpersonal ist durchweg seit über 30 Jahren dabei, Frau Rentel seit 1962, Frau Dernedde und Frau Strehl seit 1963. Sie sehen also: Treue zum Verein ist bei der Hamburger Seemannsmission nichts Besonderes. Auch die anderen Mitarbeiter sind bereits jahrelang dabei. Treue, zuverlässig und selbständig arbeitende Mitarbeiter sind das größte Geschenk in der Arbeit. Nur durch unsere Zivis kommt immer wieder neues Leben ins Haus. An ihnen wird mir auch bewusst, wie lange 25 Jahre dauern. Keiner von den jetzigen Zivildienstleistenden lebte damals schon. Inzwischen hatten wir bereits die stattliche Zahl von 120 ZDL in unserem Hause. - Das Seemannsheim war des öfteren Baustelle. Zunächst bauten wir 1977 einen großen Teil des Dachbodens zu Zimmern aus und erneuerten im ganzen Haus die Wasserleitungen mit gleichzeitiger Installation von Warmwasseranschlüssen für alle Zimmer. Es folgte die Umstellung von Ölheizung auf Fernwärme. Dann bauten wir eine neue Kappelle und gewannen dadurch mehr Raum im Hause. 1985 bauten wir das Zimmer 401 zum Appartement aus. Einen großen Teil der Fenster haben wir bereits erneuert und zur Zeit werden alle Fußbodenbelege im gesamten Haus neu verlegt.“

 


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 Bücher in der gelben Buchreihe" Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski: 

Seemannsschicksale

Band 1 - Band 1 - Band 1 - Band 1

Begegnungen im Seemannsheim  

ca. 60  Lebensläufe und Erlebnisberichte

von Fahrensleuten aus aller Welt 

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Seemannsschicksale

 Band 2 - Band 2

Lebensläufe und Erlebnisberichte

 Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten,   als Rentner-Hobby aufgezeichnet bzw. gesammelt  und herausgegeben von  Jürgen Ruszkowski

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Seemannsschicksale

   Band_3

 Lebensläufe und Erlebnisberichte

Lebensläufe und Erlebnisberichte von Fahrensleuten

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 Edition 2004 - Band 4

Seemannsschicksale unter Segeln 

Die Seefahrt unserer Urgroßväter

im 19. Jahrhundert und am Anfang des 20. Jahrhunderts 

13,90 €

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  Band 5

 Capt. E. Feith's Memoiren

Ein Leben auf See

amüsant und spannend wird über das Leben an Bord vom Moses bis zum Matrosen vor dem Mast in den 1950/60er Jahren, als Nautiker hinter dem Mast in den 1970/90er Jahren berichtet    

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Leseproben und Bücher online

Seemannsschicksale

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Schiffsbild

erwähnte Personen

- erwähnte Schiffe -

erwähnte Schiffe E - J

erwähnte Schiffe S-Z

Band 7  

in der Reihe Seemannsschicksale:

Dirk Dietrich:

Auf See

ISBN 3-9808105-4-2

Dietrich's Verlag

Band 7  

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Band 8

Maritta & Peter Noak

auf Schiffen der DSR

ISBN 3-937413-04-9 

Dietrich's Verlag

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  Band 9

Rainer Gessmann

Endstation Tokyo

Die abenteuerliche Karriere eines einfachen Seemannes  

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Endstation Tokyo

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Band 10 - Band 10  

Autobiographie des Webmasters

Himmelslotse

Rückblicke:   27 Jahre Himmelslotse  im Seemannsheim  -  ganz persönliche Erinnerungen an das Werden und Wirken eines Diakons

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- Band 11 

Genossen der Barmherzigkeit 

  Diakone des Rauhen Hauses 

Diakonenportraits

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Band 12 - Band 12  

Autobiographie: 

Diakon Karlheinz Franke 

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Band 13  - Band 13  

Autobiographie

 Diakon Hugo Wietholz


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 Band 14 

Conrad H. v. Sengbusch

Jahrgang '36

Werft, Schiffe, Seeleute, Funkbuden 

Jugend in den "goldenen 1959er Jahren"

Lehre als Schiffselektriker in Cuxhaven

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  Band 15

Wir zahlten für Hitlers Hybris

mit Zeitzeugenberichten aus 1945  über Bombenkrieg, Flucht, Vertreibung,  Zwangsarbeit und Gefangenschaft 

Ixlibris-Rezension

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Band 16

Lothar Stephan

Ein bewegtes Leben - in den Diensten der DDR - -  zuletzt als Oberst der NVA

 ISBN 3-9808105-8-5  

 Dietrich's Verlag   

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  Band 17 

Als Schiffskoch weltweit unterwegs

Schiffskoch Ernst Richter

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 Band 18 

Seemannsschicksale

 aus Emden und Ostfriesland  

 und Fortsetzung Schiffskoch Ernst Richter auf Schleppern

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 Band 19   

ein Seemannsschicksal:

Uwe Heins

Das bunte Leben eines einfachen Seemanns

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  Band 20  

ein Seemannsschicksal im 2. Weltkrieg

Kurt Krüger 

Matrose im 2. Weltkrieg

Soldat an der Front

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Ein Seemannsschicksal: 

Gregor Schock

Der harte Weg zum Schiffsingenieur 

  Beginn als Reiniger auf SS "RIO MACAREO"

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Weltweite Reisen eines früheren Seemanns als Passagier auf Fähren,

Frachtschiffen

und Oldtimern

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Ein Seemannsschicksal:

Jochen Müller

Geschichten aus der Backskiste

Ein ehemaliger DSR-Seemann erinnert sich

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  Band 24

Ein Seemannsschicksal:

Der maritime Liedermacher 

Mario Covi: -1-

Traumtripps und Rattendampfer

Ein Schiffsfunker erzählt

über das Leben auf See und im Hafen

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Ein Seemannsschicksal:

Der maritime Liedermacher 

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Landgangsfieber und grobe See

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Monica Maria Mieck:

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Liebe findet immer einen Weg

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Besinnliche Kurzgeschichten

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Monica Maria Mieck

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Verschenke kleine

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Heitere und besinnliche Kurzgeschichten

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 - Band 28 -

Monica Maria Mieck:

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Durch alle Nebel hindurch

erweiterte Neuauflage

Texte der Hoffnung

besinnliche Kurzgeschichten und lyrische Texte

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 Band 29 

Logbuch

einer Ausbildungsreise

und andere

Seemannsschicksale

Seefahrerportraits

und Erlebnisberichte

ISBN 978-3-00-019471-9

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  Band 30

Günter Elsässer

Schiffe, Häfen, Mädchen

Seefahrt vor 50 Jahren

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  Band 31

Thomas Illés d.Ä.

Sonne, Brot und Wein 

ANEKIs lange Reise zur Schönheit

Wohnsitz Segelboot

Reise ohne Kofferschleppen

Fortsetzung in Band 32

13,90 €

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Band 32

Thomas Illés d.Ä.

Sonne, Brot und Wein

Teil 2

Reise ohne Kofferschleppen

Fortsetzung von Band 31 - Band 31

13,90 € - Bestellungen -

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

Band 33

Jörn Hinrich Laue:

Die große Hafenrundfahrt in Hamburg

reich bebildert mit vielen Informationen auch über die Speicherstadt, maritime Museen und Museumsschiffe

184 Seiten mit vielen Fotos, Schiffsrissen, Daten

ISBN 978-3-00-022046-3

http://www.libreka.de/9783000220463/FC

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Band 34

Peter Bening

Nimm ihm die Blumen mit

Roman einer Seemannsliebe

mit autobiographischem Hintergrund

http://www.libreka.de/9783000231209/FC

- Bestellungen -

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

  Band 35

Günter George

Junge, komm bald wieder...

Ein Junge aus der Seestadt Bremerhaven träumt von der großen weiten Welt

http://www.libreka.de/9783000226441/FC

13,90 €  - Bestellungen -

 

 

 

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

 Band 36

Rolf Geurink:

In den 1960er Jahren als

seemaschinist

weltweit unterwegs

http://www.libreka.de/9783000243004/FC

13,90 €

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libreka.de: unter Ruszkowski suchen!

meine google-Bildgalerien

realhomepage/seamanstory

 

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

Band 37  

Schiffsfunker Hans Patschke:

Frequenzwechsel

Ein Leben in Krieg und Frieden als Funker auf See

auf Bergungsschiffen und in Großer Linienfahrt im 20. Jahrhundert

http://www.libreka.de/9783000257766/FC

13,90 € - Bestellungen -

 

Band 38 - Band 38

Monica Maria Mieck:

Zauber der Erinnerung

heitere und besinnliche Kurzgeschichten

und lyrische Texte

reich sw bebildert

12 € - Bestellungen -

 

 

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

Band 39 

Hein Bruns:

In Bilgen, Bars und Betten


Roman eines Seefahrers aus den 1960er Jahren

in dieser gelben maritimen Reihe neu aufgelegt

kartoniert

Preis: 13,90

Bestellungen

  Band 40

Heinz Rehn:

von Klütenewern und Kanalsteurern


Hoch- und plattdeutsche maritime Texte

Neuauflage

13,90 €  - Bestellungen -

 

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

  Band 41

Klaus Perschke - 1 -

Vor dem Mast

1951 - 1956

nach Skandinavien und Afrika

Ein Nautiker erzählt vom Beginn seiner Seefahrt

 

 

Preis: 13,90 € - Bestellungen

  Band 42

 Klaus Perschke - 2 -

Seefahrt 1956-58

Asienreisen vor dem Mast - Seefahrtschule Bremerhaven - Nautischer Wachoffizier - Reisen in die Karibik und nach Afrika

Ein Nautiker erzählt von seiner Seefahrt

Fortsetzung des Bandes 41

 

13,90 € - Bestellungen

 Band 43

Monica Maria Mieck:

mmmptr6.jpg

Winterwunder

weihnachtliche Kurzgeschichten

und lyrische Texte

reich sw bebildert

10 € - Bestellungen -


 

Informationen über die Buchpreise finden Sie auf der Bücher-Seite

Band 44

Lothar Rüdiger:

Flarrow, der Chief 1

Ein Schiffsingenieur erzählt

Maschinen-Assi auf DDR-Logger und Ing-Assi auf MS BERLIN

 

13,90 € - Bestellungen


Band 47

Seefahrtserinnerungen

 band47miniseefahrtserinnerungen.jpg

Ehemalige Seeleute erzählen

13,90 € - Bestellungen

 


Band 50

Jürgen Coprian:

Salzwasserfahrten 2

Trampfahrt worldwide

mit

FRIEDERIKE TEN DOORNKAAT

friederiketendoornkaatminiorkanbildband50.jpg

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Band 53:

 Jürgen Coprian:

MS COBURG

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Salzwasserfahrten 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 weitere Bände sind geplant

 

 

 

 

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Band 45

Lothar Rüdiger:

Flarrow, der Chief 2

Ein Schiffsingenieur erzählt

Fortsetzung des Bandes 44

Flarrow als Wachingenieur

13,90 € - Bestellungen


 Band 48:

Peter Sternke:

Erinnerungen eines Nautikers

band48neuministernke9783000318580.jpg

13,90 € - Bestellungen

 


Band 51

Jürgen Coprian:

Salzwasserfahrten 3

band514prozentcopriansalzwasser3frontcover.jpg

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 Jürgen Coprian: 

Salzwasserfahrten 6

 weitere Bände sind geplant

 

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Band 46

Lothar Rüdiger:

Flarrow, der Chief 3

Ein Schiffsingenieur erzählt

Fortsetzung des Bandes 44 + 45

Flarrow als Chief

 

 

 

13,90 € - Bestellungen 

 


Band 49:

Jürgen Coprian:

Salzwasserfahrten 1

band49mini1prozentcoprianfrankfurt9783000321085.jpg

Ostasienreisen mit der Hapag

13,90 €Bestellungen

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Band 52 - Band 52

 Jürgen Coprian: 

Salzwasserfahrten 4

 MS "VIRGILIA"

band52klein2procentcover.jpg

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Band 56  

 Immanuel Hülsen

Schiffsingenieur, Bergungstaucher

band56kleincover.jpg

Leserreaktionen

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Band 57

Harald Kittner:

fischtextnemesiseffekt.jpg

zeitgeschichtlicher Roman-Thriller

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Band 58

band58minifrontcover.jpg

Seefahrt um 1960

unter dem Hanseatenkreuz

 

 

 

 

weitere Bände sind in Arbeit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Bücher können Sie für direkt bei mir gegen Rechnung bestellen: Kontakt

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Meine Postadresse / my adress / Los orden-dirección y la información extensa:

Jürgen Ruszkowski,     Nagelshof 25,   

D-22559 Hamburg-Rissen,    

Telefon: 040-18 09 09 48  - Anrufbeantworter nach 30 Sekunden -

Fax: 040 - 18 09 09 54

Bestellungen am einfachsten unter Angabe Ihrer Anschrift per e-mail: Kontakt

 

 Bücher in der gelben Buchreihe" Zeitzeugen des Alltags" von Jürgen Ruszkowski:
Wenn Sie an dem Thema "Seeleute" interessiert sind, gönnen Sie sich die Lektüre dieser Bücher und bestellen per Telefon, Fax oder am besten per e-mail: Kontakt:

Meine Bücher der gelben Buchreihe "Zeitzeugen des Alltags" über Seeleute und Diakone sind über den Buchhandel  oder besser direkt bei mir als dem Herausgeber zu beziehen, bei mir in Deutschland portofrei (Auslandsporto:  ab 3,00 € )

Bestellungen am einfachsten unter Angabe Ihrer Anschrift per e-mail: Kontakt 

Sie zahlen nach Erhalt der Bücher per Überweisung.

Maritime books in German language:  fates of international sailors

Los libros marítimos en el idioma alemán: los destinos de marineros internacionales:

Los libros en el idioma alemán lo enlatan también, ( +  el extranjero-estampilla: 2,70 €), directamente con la editor Buy de.  


Bestellungen und Nachfragen am einfachsten über e-mail:  Kontakt

Wenn ich nicht verreist bin, sehe ich jeden Tag in den email-Briefkasten.  Dann Lieferung innerhalb von 3 Werktagen.

Ab und an werde ich für  zwei bis drei Wochen verreist und dann, wenn überhaupt, nur per eMail:   Kontakt  via InternetCafé erreichbar sein!


Einige maritime Buchhandlungen in Hamburg in Hafennähe haben die Titel auch vorrätig:

HanseNautic GmbH, Schifffahrtsbuchhandlung, ex Eckardt & Messtorff, Herrengraben 31, 20459 Hamburg,  Tel.: 040-374842-0               www.HanseNautic.de

WEDE-Fachbuchhandlung, Hansepassage, Große Bleichen 36, Tel.: 040-343240

Schifffahrtsbuchhandlung Wolfgang Fuchs, Rödingsmarkt 29, 20459 Hamburg, Tel: 3193542, www.hafenfuchs.de

Ansonsten, auch über ISDN über Buchhandlungen, in der Regel nur über mich bestellbar.


Für einen Eintrag in mein   Gästebuch  bin ich immer dankbar.

Alle meine Seiten haben ein gemeinsames Gästebuch.  Daher bitte bei Kommentaren Bezug zum Thema  der jeweiligen Seite nehmen!

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  erwähnte Personen

Leseproben und Bücher online

musterrolle.de

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maritimbuch.de

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seefahrer.klack.org Theologisches bei Jürgen Ruszkowski
seefahrtserinnerungen npage seefahrtserinnerungen klack.org Diakone Rauhes Haus_/klack.org
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